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Bambergs Straßenmusiker Moritz Rabe muss ins Gefängnis

Wer durch Bambergs Innenstadt läuft, der sah noch vor einiger Zeit einen fröhlichen Moritz Rabe an der Ecke stehen und seine Liedchen singen. Sorgenfrei erheiterte er viele Passanten. Er ist ein Straßenmusiker, der ohne Hartz IV oder anderen Leistungen durch das Leben stolpert. Das wenige Geld, mit dem er seine Existenz halten kann, bekommt er durch Passanten, die seine Musik mögen.

Doch er hat ein Problem: Täglich muss er 15 Euro Gebühr für seine Genehmigung bezahlen. Diese kann er sich jedoch nicht leisten, da die Kosten seine Existenz gefährden. Er spielt deshalb oft illegal und wurde auch schon ein paar mal erwischt. Pro nicht-genehmigten Auftritt zahlt Moritz Rabe 525 Euro. Mittlerweile beträgt die Gesamtsumme 3.715 Euro, die er natürlich nicht bezahlen kann. Jetzt liegt ein Haftbefehl vor.

Rabe schickte uns eine Mail, bei der er den Sachverhalt schildert. Er kritisiert die Stadt und suchte den Kontakt mit der Stadt Bamberg. Eine frühere Unterschriftenaktion mit 1.000 Unterschriften wurde von der Stadt ignoriert. In der Mail schreibt er:

Zu einer sogenannten Anhörung beim Sozial- und Umweltreferat der Stadt Bamberg machte ich das Angebot, 100,-Euro monatlich zu zahlen. Das wurde nicht angenommen. Wenn man einem Menschen aber eine Anhörung verspricht, ist aber doch zu erwarten, dass man versucht sich zu einigen. Das ist in keinster Weise geschehen! Die Stadt reagiert mit deutlicher Ignoranz.

Organisierte Bettler müssen keine Gebühr bezahlen

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Eine Frau geht auf Passanten zu. Sie drückt ihnen eine Rose in die Hand und möchte dann Geld. In der Lange Straße sitzt ein Obdachloser mit einem jungen Welpen und bettelt. An der Oberen Brücke sitzt eine Person im Rollstuhl und hat Hunger. Wer in Bamberg durch die Innenstadt läuft, der wird diese Situationen kennen.

2008 wurde das Thema von organisierten Bettlern schon mal in einer Sitzung angesprochen. Die Stadt Bamberg wollte gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der Polizei die Situation weiter beobachten. Damals beklagten sich Bewohner, dass ausländische Personen in Kleinbussen nach Bamberg transportiert werden.

Doch auch noch heute scheint es organisierte Bettler in Bamberg zu geben.

Tierquälerei?

Auf das Thema wurden wir durch eine Leserin von uns aufmerksam. Die Welpen der Bettler werden alle paar Monate gewechselt, damit sie klein bleiben und mehr Geld bringen. Was danach mit den Hunden passiert, ist unklar. Wir vermuten sie werden entsorgt. Eine Augenzeugin erzählte uns, das einer der Bettler teilweise sehr grob mit den Welpen umgeht. Wenn keine Passanten in der Nähe sind, drückte er den Welpen brutal auf den Boden, damit er liegen bleibt.

 

Konntet ihr schon solche Beobachtungen machen? Was haltet ihr von den 2 aktuellen Situationen in Bamberg?

Symbolbild – Bettler mit Hund – flickr.com // baerchen57

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30 comments

  1. An Weihnachten rum sah ich am Abend um ca 21:50 wie 5 “Bettler” ihre Rollstühle vor sich herschoben, dicke blaue Tüten mit Klamotten trugen und einen Taxi Fahrer überreden wollten, dass sich alle 5 in ein normales Taxi zwängen durften. Von den Hunden, die am ganzen Tag neben ihnen lagen, fehlte jede Spur. Nachtbusse wären noch gefahren!

    • Katharina Leonessa 1. September 2013 at 11:40 - Reply

      Aus eigenen Erfahrung kann ich behaupten, dass Hundefleisch genauso zubereitet werden kann wie jedes andere legal käufliche. Wenn die Mafia sich natürlich den alltäglichen Kaffe bei Kochlöffel gönnen kann, ist es fraglich, ob sie es nötig haben das Fleisch zu verzehren. Das Entsorgen wird auch kein Problem sein, keiner schaut in die Tonnen rein, ob dort Hundekadaver liegen. Der neue Dönerladen an der Kettenbrücke (der gegenüber vom Zigarren Geschäft) stellt seine unglaublich viele blaue Säcke, die nach Leichen stinken auch problemlos raus. Die Frage ist, warum es geduldet wird. Und warum die kleinkarrierten Behörden es auf Moritz abgesehen haben, obwohl in der Stadt so viel Unordnung herrscht und ihre Aufmerksamkeit besser woanders angebracht wäre.

      Unter der Kettenbrücke werden (zu oft) von den Sanitätern Betrunkene “gerettet” – haben sie nichts anderes zutun, als sich mit dem überkonsumierten Verzweifelten zu beschäftigen? Gehören die Trinker nicht in eine Zelle? Zudem ist die Stelle vollgepisst, es ist laut und etabliert sich zur Saufecke – warum wird es von der Stadt geduldet?

      Am Schlenkerla steht seit neustem auch ein Rollstuhlfahrer und bettelt – Touristenviertel erlaubt also problemlos das Betteln? Wie auch an der Oberen Dombrücke. Und überall in der Stadt. Als ich die Bettler fragte, ob sie Huger haben, wollten sie nicht mit zum Becker oder Dönherbude, sie wollten Geld.

      Die Weltkulturerbe Stadt Bamberg versagt.
      Moritz ist Kultur und kein Bettler.

      Wie Janina S schon sagt: “Es wird Zeit, die Kulturdikatoren abzuwählen und sie aus Bamberg zu verjagen!”. Neue Regierung braucht das Land. Geht wählen Leute. Wir werden von den Politikern zwar eh enttäuscht, da sie nicht das halten, was sie versprechen, aber vielleicht können wir unsere hübsche Stadt ja noch retten und unseren Kulturstand aufpolieren.

      Moritz, bleib stark!
      Es gibt viele Menschen, die dich lieben.

  2. Es wird Zeit, die Kulturdikatoren abzuwählen und sie aus Bamberg zu verjagen! An Starke & co: Wir schämen uns für euch! Verschwindet! Max, bleib hart und spiele weiter. Lass dich von diesen arroganten Leuten nicht einschüchtern! Du hast meine höchste Anerkennung für das was du machst! Bamingo, danke für diesen Arikel!

  3. Der Bettler im Rollstuhl ist nicht alleine, sondern gehört zu einer gruppe von mindestens 4 Personen!! Das lustige ist, das der eine meist abends ein Bratwurstbröchten holt und dabei stehen und laufen kann. Ich verstehe nicht warum solche Betrüger unbehällicht bleiben, während ein Straßen Musiker hinter Gittern muss!!

    • Katharina Leonessa 1. September 2013 at 11:20 - Reply

      Das kann ich nur bestätigen. Den Rollstuhlfahrer sah ich auch seinen “Arbeitsstuhl” selber schieben.
      Und kennt ihr schon die neuste Masche der Truppe: Ein (gespielt) Gehörloser geht mit einem Formular durch die Stadt und sammelt Unterschriften + Spende für eine Einrichtung, die für gehörlose gebaut werden soll?

  4. Veralzin Achtar 12. August 2013 at 05:59 - Reply

    …der gute deutsche berufsquerulant gegen die bösen, tierquälenden Fremdbettler…etwas weniger rechtslastiger Populismus und etwas mehr Niveau bitte!

    • José Valderian 13. August 2013 at 12:15 - Reply

      Dieser Kommentar beinhaltet mehr moral-angepassten Populismus, als der Text zum Thema überhaupt einbringen könnte. Und das in einem Satz. Spitze.
      Hier geht es um organisierte Bettlerein, die durch mafiaähnliche Strukturen geleitet werden. Wo ist der Rechtspopulismus? Bitte beschreiben Sie! Ich bin gespannt.

  5. Die rumänischen “Bettler” standen nun fast ein halbes Jahr auf dem Pendlerparkplatz Richtung Litzendorf- und konnten dort erstaunlich gut laufen, Geld für Zigaretten fehlte auch nicht. Auf dem Auto klebte irgendwann ein Siegel, scheißegal, aufgeschlitzt und weiter. In Bamberg kann man’s ja offensichtlich machen. Da schaut die Stadt weg, Bravo!! Sorry, da geht selbst mir jegliches Mitleid und auch das Niveau gerne mal flöten- und das hat nichts mit “rechtslastigem Populismus” zu tun.
    Lasst Moritz in Ruhe, er macht wunderbare volkstümliche Musik und bereichert das Stadtbild- was zur Hölle wollt ihr denn noch? Kümmert euch lieber mal um das Bettlervolk, das in der Stadt die Menschen anspricht, bedrängt und ihnen zu Nahe kommt – gegen die hat man nämlich als Frau alleine keine Chance!

  6. Pingback: dadalus.TV » Blog Archive » Gefährliches Musikantenleben

  7. Eindeutig organisiertes Betteln, die ganzen Bettler aus den Osten treffen sich Abends im Kochlöffel und geben das Geld an den Obermakker, schön öfters gesehen..

  8. Anwohner Geyerswörth 12. August 2013 at 16:44 - Reply

    Hat die Stadt denn gar keine Möglichkeit, der rumänischen Bettelmafia, die immer dreister und auch menschen- und v.a. tierverachtend agiert, das Handwerk zu legen? Ich sehe öfters einen weißen Kleintransporter (Nürnberger Kennzeichen) an der Fußgängerbrücke Geyerswörth stehen. Damit werden die armen Männer, die von ihren Drückern gezwungen werden zu betteln, hin und her gekarrt. Das geschieht vor aller Augen, so offensichtlich! Wie kann man dagegen angehen?

    • “hätte” schon, allein der politische Wille fehlt,das wird hinter vorgehaltener Hand doch relativ deutlich geflüstert. In Sachen Max verfährt das Ordnungsamt nach Standard-Vorschrift, da ist rein rechtlich eher wenig einzuwenden. Wir nennen es auch: Politik.

      Vielleicht noch ein Satz zum Foristen mit seinem “rrrrechtslastigen Populismus”

      Das kleine Schiebelineal mit den Markierungen “RRRechts” und “Llllinks” taugt leider gar nicht zum Bewerten von echten real-Life-Fragestellungen, allenfalls zum plumpen Abtun von Ansichten, die man gerade nicht hören mag.

      Da muss schon noch ein wenig mehr kommen, wenn man ernst genommen werden will, Veralzin Achta.

      • Hallo Miko,
        Du sagst, es sei rechtlich wenig einzuwenden, weil es sich um Politik handelt.
        Es ist aber eine kommunale Entscheidung, wie eine Stadt mit seine Straßenkünstlern
        umgehen möchte. Ich kenne güngend Städte (Weimar, Göttingen, Berlin, Kiel …) wo man die gelebte Kultur auf der Straße fördert, in dem man keine Sondernutzungsgebühren von denen verlangt und dennoch nicht die Straßen mit Künstlern überfrachtet sind.
        Ich spiele seit sechs Jahren in Bamberg und man hat mich die ersten 4 Jahre nicht mit solchen Gebühren belastet. Auch die Stadt hat durch mich profitiert. Selbst der FT schrieb wohlwollende Artikel. Ich habe mir in Gewohnheit hier als Musiker arbeiten zu können eine Existenz aufgebaut. Erst seit letztem Jahr verlangt man von mir Gebühren, die ich nicht zahlen kann und sich so die Strafe bis zu 3.715,- Euro aufgetürmt hat. 1.000 Unterstützungsunterschriften und Verhandlungsversuche, wie etwa 100,-Euro monatlich Gebühren zu zahlen, wurden ignoriert. Es ist kein Trotz hier weiter zu arbeiten wie bisher, es ist Überleben. Ich finanziere mir von der Arbeit Miete, Versicherung und Lebensunterhalt. Beziehe keine Leistungen von der Stadt. Das sollte man eigentlich honorieren.
        Letzten Monat war ich zwei Wochen in Weimar arbeiten, um dem Druck etwa aus dem Weg zu gehen. Als ich zurück kam, war ich hier in Bamberg nicht mehr wohnhaft gemeldet. Die haben mich einfach abgemeldet. Da ist doch was faul, oder!? 525,-Euro Strafe wegen einem Moment, den sie mich auf der Straße singen hören haben. Da ist doch auch was faul!?
        Wenn das wirklich Politik ist, wo rechtlich nichts einzuwenden ist, dann MUSS MAN ETWAS GEGEN TUN!!!

        • Moritz, was ich nicht verstehe; Du bist gut genug, um (selbst oder gerade) als Straßenmusikant diese 15,- am Tag zusätzlich hinzubekommen und zusätzlich zu verdienen. Ich finde die Gebühr und vor allem auch die Höhe sowie Strafe völlig unangemessen, aber es klingt auch ein Trotz heraus, diesen Weg des Widerstands gewählt zu haben?!? Mit dem Talent, ist da die Straße nicht auch eine Freie Wahl? Ich kenne Deine Umstände nicht, glaube aber dennoch, daß Du weit mehr Möglichkeiten hast – auch und gerade gegen diese Umstände vorzugehen. Man kann diese komunalpolitische Situation durchaus ändern. Das ist aber anstrengend. Die Strafe und Androhung von Knast steht aber auf einem anderen Blatt. Dürfte schwer sein in einem Rutsch beides in den Griff zu bekommen. Mach ein Projekt auf startnext auf und funde neben der Strafe Deine nächste DVD und eine Petition, wenns sein muss ein Bürgerbegehren. Nur so als meine paar Cent…

  9. es ist schon krass, wenn du in der Fußgängerzone sitzt, einen Kaffee trinkst und von einem rumänischen ca. 17-18 jährigen Jungen angebettelt wirst, ihm höflich zu verstehen gibst, dass du nichts geben möchtest und er weitergehen soll. Er belästigt dich dann minutenlang weiter, ohne dass du ihm weitere antworten gibst und als letztes wirst du von dem als nazi beschimpft , es ist nicht zu verstehen, dass man solche leute hier duldet und sich das gefallen lassen muß,,,,

  10. Hallo,

    auch ich durfte erfahren, wie Behörden mit Straßenmusikern umgehen und ich finde es sehr schade, dass wir zwar Grundgesetze haben, aber im “Grunde” nichts davon haben, weil alles mit Gebühren und Geldmachereie belegt und besetzt ist. Die Vision der Indianer rückt näher, wenn wir nicht bereit sind aufzuwachen…….”Erst wenn der letzte Fische gegessen, der letzte Baum gerodet ist, werden wir merken, dass wir Geld nicht Essen können” In immer mehr Bereichen ist zu spüren, dass es letzendlich nur um Macht geht, versteckt hinter Gesetzen. Vorne so, hinten so……es ist einfach nur noch Schade…..

    Grundgesetz Art 5

    (1)
    Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu
    äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen
    ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der
    Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine
    Zensur findet nicht statt.

    (2) Diese Rechte
    finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den
    gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der
    persönlichen Ehre.

    (3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

    Ich habe vergessen wie man kämpft, weil ich ums überleben kämpfe…..ist das Absicht, hält man uns so in Schach?

  11. Das mit den Bettler*innen ist ziemlich einfach. Die Stadt muss diese auf frischer Tat als bandenmäßige Bettler*innen ertappen! Da sie jedoch oft vor der Stadtgrenze etwa aus den Wagen der Hinterleute rausgeworfen werden, ist es schwer diesen Nachzuweisen, dass sich bandenmäßig unterwegs sind! So lange ist nicht als bandenmäßig mit gezielten Effekt das es um Gewinn geht, kann man nichts machen.
    Das Moritz Raabe eingesperrt wird, hat er sich 100% selber zu zuschreiben. Sein Musik machen, egal ob man es als Bereicherung der Kultur oder störend findet, ist nun mal eine genehmigungspflichtige Sondernutzung der Strasse (im Gegensatz zum Betteln). Jede Person, sei es ob Markstandinhaber*in oder Musiker*innen, müssen die Sondernutzung anmelden, so wie es die Bamberger Stadtsatzung und sonstige Gesetze in Bayern bzgl. Sondernutzung von öffentlichen Strassen vorsehen! Dabei uns immer noch der Grundsatz der Gleichbehandlung durch Gesetz und Verwaltung gelten, ist nur fair gegenüber allen, die in Bamberg ihre Stände, Musikgruppen, etc. ordentlich bei der Verwaltung angemeldet haben, dass auch Moritz sein musizieren ordentlich und fair anmeldet und die Stadt gezwungen ist auch ihn wie alle anderen Bürger*innen zu behandeln.
    Das man in anderen Städte anders mit Musiker*innen und Kulturschaffenden umgeht, liegt halt an einer anderen Satzung bzgl. der Sondernutzung der Strassen. In meiner Heimatstadt etwa dürfen diese 15 min an einer Stelle ohne Anmelden spielen und müssen dann an den nächsten Platz / Strasse wechseln. Nach dem bestehenden Recht, ist nun mal in Bamberg eine Sondernutzung anzumelden. – Politisch kann man ja ein Bürger*innenbegehren starten, dass Leuten wie Moritz in Zukunft den kulturellen Freiraum bietet ohne Sondernutzungsgebühren zu verlangen! – Doch solange habe ich nur begrenzt Mitleid, denn Moritz hat genügend Warnungen bekommen und muss nun halt die Konsequenzen für sein individuelles Handeln tragen! Statt so einen blinden und ziellosen Widerstand zu leisten, hätte man halt mal eine Petition und ein Bürgerbegehren gleich beim ersten oder zweiten Mal gestartet. Besonders wenn der FT sogar über einen positiv berichtet, hat man doch in diesem konservativen Städtchen eine gute Chance.

    • Ich habe eine Unterschrifenaktion letztes Jahr gestartet. Ganze 1.000 Unterschriften eingereicht. Das wurde ignoriert! “Des kannst’ halt net mach’n, weil des geht fei net!” – Ist das etwa bürgernahe Politik?

    • Warum gibt sich Moritz nicht einfach als Bettler aus? :) Ein Bettler, der halt ab und an anstatt zu pöbeln seine Zeit mit nem Lied totschlägt.
      Wird aber wohl nicht gehen, kenne mich nicht aus was als Strassenmusikant und als Bettler zählt. Mich würde da der Unterschied aber mal interessieren.

  12. Anke aus Bamberg 13. August 2013 at 16:31 - Reply

    Ich bin niemand, der gerne Geld an Bettler gibt. Aber ich habe schon mehrmals gesagt, dass Strassenmusiker wenigstens etwas fuer ihr Geld tun. All die faulen dreckigen Penner, die oft schon von weitem nach organisiertem Bettler aussehen bzw mit einem Stueck Papier in der Hand auf dich zukomnen, weil sie angeblich kein Deutsch sprechen…mit denen habe ich kein Mitleid. Schade, dass die Stadt Bamberg einen grossen Unterschied macht. Warum wird nicht auch von den anderen Bettlern Geld gefordert? Wegen Geruchsbelaestigung, Verschandelung des Strassenbildes, Arbeiten ohne Arbeitserlaubnis und anderer Dinge, die vielen Passanten auf den Geist gehen. Als Touri wuerde ich mich fragen, warum eine so schoene Stadt nichts dagegen unternimmt.

    • Betteln ist grundsätzlich erlaubt, solange es still und nicht aktiv ist. Doch schon da hab ich Zweifel, wenn ich mit Rosen, Zetteln oder durch Ansprechen belästigt werde. Vor allem wenn die stinkenden Typen danach im Norma ohne Probleme laufen können. Im Sommer belagern sie dann nachts auch die Uferwege von der Luitpoldbrücke bis zum PR-Platz.

      Aber viel mehr irritiert die Gebühr von 15 EUR für Musiker.

      a) warum wird eine Ordnungsgebühr vom Stadtmarketing einkassiert und warum dauert das mehr als 3 Stunden? Da steckt doch Küngelei dahinter. Gebühren sind städt. Hoheit! 10 Min an der Infothek – fertig!
      b) Wer kontrolliert ob jeder Musiker bezahlt hat? Die Bettelmafia macht sich ja auch hier breit, incl. der Pantomimen und der agressiven “Streetworker”-Verkäuferinnen. Bei der Sandkerwa werden es wohl rund 20 Musiker sein, die irgendwo rumlungern und nebenbei mehr betteln als singen. Angeblich gibt es einen Gruppenpreis für Musiker, den diese Mafioso weidlich ausnutzen??!!

  13. Zuckerschnäuzchen 14. August 2013 at 09:14 - Reply

    Was soll man da sagen…? Ich finde es halt krass, dass Moritz die Strafe für ungenehmigtes Spielen nachzahlen muss, das ist ja wohl kleinkariert…Bamberg halt. Neidisch und missgünstig!
    Was ich aber auch echt assi finde, ist wie sich die Leute hier über die Bettler äußern! Die sehen auch wenn sie laufen können oder sich mal ein Taxi leisten nicht so beneidenswert aus und haben es in ihrer Heimat bestimmt auch nicht leicht. Und wer ihnen was gibt der soll es, wer das nicht will solls lassen. Das mit den Hunden ist natürlich eine andere Sache und muss beobachtet bzw. bestraft werden, Tierqüälerei geht gar nicht!!
    Und zum Stadtbild: da gehören arme und bettelnde Leute doch auch dazu, so ist es nun mal in Städten. Schlimmer finde ich die Touristenscharen, die die Fahrradwege blockieren und sich einbilden, die Stadt in Bamberg gehöre nur den lahmen Fußgängern. Das ist eine Schande!
    Moritz mach weiter, du wirst schon einen Weg finden! Oder frag mal bei Oberfranken TV oder so an, Interview gegen Strafgeldübernahme. Vielleicht findest du ja auch einen Sponsor, der die 15 Euro täglich für dich übernimmt…. Toi toi toi

  14. Falsche Welt aber naja Bamberg halt! Schade das solche Menschen wie er hinter Gittern müssen obwohl er doch das Sinnbild für Freiheit ist in einer Welt voller falscher Werte!!

  15. Die sogenannten “organisierten Verbrecher” von denen hier die Rede ist, sind Sinti & Romas. Diese Leben oft in prekären Lebensverhältnissen, aus denen sie sich nicht aus eigener Kraft befreien können. Dies bedeutet, dass sie dem Clanwesen unterworfen sind und für diesen Clan betteln gehen. Das dieses Thema wieder herbeigezogen wird, um einen Lumpenproletarier aus der Patsche zu helfen, ist ziemlich unangebracht und hat mich dem eigentlichen Problem nichts zu tun!

    • Das ganze sorgt wieder nur für Hetze gegen Sintis und Romas. Wie schon zu vor auch! Lasst diese Menschen mal aus der ganzen Diskussion heraus, dann wird es auch wieder sachlich und angemessen!

  16. Helfer-der-Stadt 18. August 2013 at 10:43 - Reply

    Liebe Stadt Bamberg, lieber Herr OB Starke,

    von den Flaschensammlern könntet ihr auch noch Geld eintreiben. Denn ohne deren Existenz würden mehr leere Flaschen in der Stadt rumliegen. Dann könntet ihr dem randalierenden, gröhlenden und immer besoffenen Studentenpack (das trifft ja ausnahmslos auf alle Studenten zu!) noch mehr Fehlverhalten vorwerfen und hättet weitere Argumente, diese zu bekämpfen.

    Dies nur ein Tipp am Rande!

    Mfg
    Ein nicht-wahlberechtigter (da Zweitwohnsitz) Bürger.

    P.S.: Achtung, Ironie!

  17. Katharina Leonessa 1. September 2013 at 12:05 - Reply

    Was mich auf dieser Seite irritiert – warum werden hier zwei Themen zusammen gefasst?
    Moritz ist kein Bettler um hier mit der organisierten Mafia die Aufmerksamkeit teilen zu müssen. Ihm wird es verboten frei zu musizieren und den Organisierten wird erlabt frei die Stadt zu besetzten – hier sind zwei verschiedene Gesetze an der Macht.

    Ich finde, dass diese zwei Themen genauso wichtig wie unterschiedlich sind und behandelt werden müssen. Das Thema “Mafia, Bettler und verschwinden der Hundewelpen” sollte unbedingt öffentlich ausdiskutiert werden. Moritz braucht unsere Unterstützung, die Mafia dagegen nicht.

  18. Allgemein den Artikel nochmal in seiner Terminologie reflektiert:
    “Er spielt deshalb oft illegal..” – so ähnlich habe ich das auch in
    anderen Zeitungen der letzten Tage gelesen ..”Illegales Musizieren”

    In was für einer verwirrten Zeit leben wir eigentlich, wenn vernunftbegabte
    Lebewesen “illegal singen” können??

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