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28. September 2011

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Überwachungskameras zum Schutz der Bamberger Gedenktafeln?

Erneut ist es zu Attacken auf eine der Gedenktafeln am Alten Rathaus gekommen. Um künftigen Vandalismus vorzubeugen überlegt die Stadt jetzt, ob man mit der Installation von Überwachungskameras dagegen vorgehen soll. Im Jahr 2000 wurde die Graf-Stauffenberg Gedenktafel wahrscheinlich aus politischen Gründen von Unbekannten schwer beschädigt. Dieses Jahr gab es eine Farb-Attacke auf die Gedenktafel der Gefallenen des zweiten Weltkrieges (Bild rechts). Um Tätern auf die Spur zu kommen, soll das Videomaterial eine Woche lang archiviert und danach gelöscht werden. Bei einem Vorfall allerdings wird es von der Polizei untersucht. Dennoch werden die Überwachungskameras in vieler Augen kritisch betrachtet, da befürchtet wird, dass mit der Zeit immer mehr Kameras an verschiedenen Orten installiert werden und Bamberg irgendwann wie London im Besitz des sog. Closed Circuit Television (CCTV) ist.

Was haltet ihr von der Idee, Überwachungskameras bei den Gedenktafeln zu installieren? Würdet ihr vielleicht sogar einer Überwachungsanlage für einige spezielle Bereiche der Stadt (Bahnhof, ZOB, …) zustimmen bzw. sie nicht ablehnen?

Über den Autor: Frederik

Frederik, der gebürtige Pforzheimer, lebt in Bamberg und ist dort aufgewachsen. Mit seinem Fleiß unterstützt er Bamigo da, wo er nur kann. Neben allgemeinen organisatorischen Tätigkeiten und dem Schreiben von Artikeln, kümmert er sich zudem um die Finanzen. Er ist der zweite Ansprechpartner im Team von Bamigo. Google+

  1. Sep 28 2011

    Das ist nicht mehr im Gespräch, das hat der Stadtrat heute /beschlossen/.

    Es gab Lösungsvorschläge von außerhalb, die weniger invasiv und deutlich günstiger gewesen wären, aber die wurden ignoriert.

    Siehe auch http://rephlex.de/blog/2011/09/28/offene-e-mail-wegen-geplanter-videouberwachung-auf-der-unteren-und-oberen-brucke-in-bamberg/

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    • Chris
      Sep 28 2011

      Ich bin ja beruhigt, das die Kameras nicht in Einsatz kommen. Laut dem Artikel vom FT hat sich das ja echt so angehört, als würden sie das durchziehen wollen.

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      • Sep 29 2011

        Da hast du mich falsch verstanden, es wurde beschlossen dass die Kameras montiert werden.

        Antworten
  2. VRZzz
    Okt 11 2011

    Ich sag nur Paintball-Sniper, where is your camera now? :P
    In London sind ja auch weniger Terroranschläge durch Kameras ;)

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  3. Weberknecht
    Okt 12 2011

    Ich verstehe zwar nicht, warum eine Stauffenberg-Gedenktafel genauso beschmiert wurde wie eine Tafel in Dank an Nazisoldaten für ihre Dienste (vielleicht unterschiedliche Täter…), aber prinzipiell hat sich nichts geändert. Eine politische Ansicht der aktuellen Machthaber wird wenn nötig durch Staatsgewalt geschützt und durchgedrückt (Protest wird mit Kamera und Polizei verfolgt). Damals wie heute. Arme Menschheit. Oder auf fränkisch: “Woss des widder kost, weecher a boa Schildla, und mir derfms bezooln!”

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    • Weberknecht
      Okt 12 2011

      …wobei da welche in Geschichte nicht aufgepasst haben dürften, “Nazidreck” ist beim Stauffenberg falsch :) Trotz alledem ich das Stauffenberg-Attentat von damals voll und ganz unterstütze, darf man nicht vergessen, dass ein Staatssystem immer die Meinung wie ein Fähnlein im Wind dreht. Heute noch böser Attentäter, in ein paar Jahren schon Volksheld. Oder anders: Das Land oder die Tatzeit bestimmt, ob Protest durch Zerstörung oder Gewalt mit Ehrung oder Strafe endet. Und dass das abgeredet wird mit “hat nix mit Politik zu tun, sondern ist Sachbeschädigung” ist auch klar und Schwachsinn, denn regierungsfeindliche Artefakte werden NICHT mit Kameras geschützt, höchstens geahndet.

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